Studie 2021-50 (HSR) Telemonitoring in der COVID-19

Laufende Studie - Das LIKIV hat kürzlich mit einem Pilotprojekt zur digitalen Betreuung von COVID-19-Patienten zu Hause begonnen. Zielgruppe dieses Projekts sind Patienten mit geringen Symptomen und/oder Risikofaktoren, die positiv auf COVID-19 getestet wurden und sich beim Notfalldienst melden oder für die der Hausarzt ein Telemonitoring zu Hause vorgeschlagen hat. Auch Patienten, die mit COVID-19 im Krankenhaus behandelt wurden, können nach ihrer Entlassung für die Nachbetreuung zu Hause in das Projekt aufgenommen werden. 

Durch das Telemonitoring soll die Arbeitsbelastung des Krankenhauspersonals und der Hausärzte reduziert werden, indem dank technischer Lösungen weniger Krankenhausbetten benötigt werden (durch einerseits weniger Krankenhauseinweisungen und andererseits kürzere Aufenthaltszeiten im Krankenhaus). Mit Hilfe von Apps werden per Fernüberwachung (Telemetrie) verschiedene Vitalparameter gemessen, alle Symptome werden systematisch analysiert und in Echtzeit auf eine Online-Plattform übertragen, die von einem Ärzteteam betreut wird, das dazu Rückmeldung gibt. Es geht also darum, eine Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren auf den Weg zu bringen, d. h. zwischen dem Hausarzt, der häuslichen Krankenpflege, dem Krankenhaus, Fachärzten, dem Team des (medizinischen) Telemonitorings, dem Technik-Team und dem Patienten (und seinen Angehörigen). 

Das KCE wurde vom LIKIV gebeten, die von den verschiedenen teilnehmenden Pflegekonsortien vorgeschlagenen Maßnahmen zu prüfen und die Art der Patienten, die in diese Projekte aufgenommen wurden, zu untersuchen. Ein Großteil der Untersuchung wird sich damit beschäftigen, wie die jeweilige Maßnahme von den verschiedenen betroffenen Akteuren erlebt wurde: Was ist gut gelaufen, was war weniger gut und vor allem, wie könnte diese Telemonitoring-Maßnahme (mit ihren Möglichkeiten und Grenzen) später für weitere Zielgruppen eingesetzt werden. 

Published on: 
2021/08/16